15.10.12

Doin' Da Dome

Wer wissen will, warum hier auf dem Blog so wenig los war in letzter Zeit: ich habe sprichwörtlich Tag & Nacht mit einem großformartigem Team an einem leichten Überformat von 116 m x 74,8 m gearbeitet. Will heißen, wir haben die Motive für die Illumination des Berliner Doms (im Rahmen des Festival of Lights 2012) konzipiert und entworfen. 

Mein Lieblings-Presseecho: "Angesichts dieser beeindruckenden Illumination rückt selbst der gewaltige Fernsehturm in den Hintergrund"

Beim rbb gibt's einen Minifilm zu sehen, auf der Seite der Österreich Werbung (unseren Auftraggebern) gibt's auch noch ein paar Impressionen, ebenso wie hier (da hat jemand Fingerspitzengefühl mit dem Soundtrack bewiesen!). Allein in einem Kommentar der BZ wird empörtes Mißfallen geäußert: Gunnar Schupelius meint: Das geht zu weit. Österreich verwandelt unseren Dom in ein Knusperhäuschen.

Und hier noch der sozusagen offizielle Pressetext unseres sozusagen offiziellen Pressesprechers (geschrieben 1 Tag nach der Eröffnung):


LIEBE FREUNDE DES GUTEN GESCHMACKS,

In Berlin findet jährlich im Oktober das Festival of Lights statt. Nun bereits zum achten Mal. Am Anfang waren die Bäume und Gebäude einfach nur bunt angeleuchtet. Sah schön und manchmal etwas fragwürdig aus. Je nach Gemütslage und Geschmack. Doch inzwischen ist von Laser- bis LED Projektion und Video- Mapping alles vertreten, die persönlichen Vorlieben haben sich dem Zeitgeist angepasst. Alles schön!?

Die Zeit ist reif, dachten wir uns.

Die Österreich Werbung Deutschland GmbH hat weder Mühen noch Kosten gescheut und den Berliner Dom für eine Installation gebucht. Und wir haben uns dem Wahnsinn gestellt, haben ein Konzept entworfen und sind prima von Juni bis Oktober aus der Achterbahnfahrt der Kreativität und technischen Umsetzung nicht mehr herausgekommen. Es war herrlich viel Arbeit. Es gab Momente der Verzweiflung. Es floss reichlich Bier. Das Thema: Winter in den Bergen! – Oh Gott, bring das mal den Berlinern bei...

Gestern Abend standen wir vor dem Dom und haben gezittert. Weil, erstens hat man nicht alle Tage so eine riesige Projektionsfläche und zweitens können es auch noch alle sehen. Schlussendlich die Medien und der österreichische Gesandte und viele geladene Gäste.

Jan Willem, der Holländische Techniker, hat die Nacht mit der Programmierung der Großbild-Dias verbracht. 22 Motive auf  6 Pani-Projektoren blenden auf, schieben sich mal nach rechts, mal nach links. Aufwändig ist vor allem die Ausrichtung der Großbild-Diaprojektoren exakt an den Gebäudelinien des Berliner Doms.

Denn das war unser Ziel. Nicht einfach inhaltslose Muster projizieren, die zwar eindrucksvoll ausschauen. Nein, wir wollten den Dom in unsere Wintergeschichte einbeziehen und das mit hohem Anspruch.

Und wer unsere Initialen findet (RB/WG/TG) hat nicht nur gute Augen sondern ein gemeinsames Bier mit weiteren Geschichten verdient. Wir danken allen die an unsere Vision glaubten und wünschen Euch viel Spaß beim betrachten der Motive.

Roland Besslich - Motiondesigner · Wolfgang Gaube - Konzept und Regie · Thomas Gilke - Illustrator und Comiczeichner · Steffen Zesner - techn. Organisation

Gehet und schauet. Powerpoint de  Luxe! Über ein Feedback freuen wir uns natürlich.

Kommentare:

Flausen hat gesagt…

WOW!!!

A.E. hat gesagt…

sehr stylish ! knorkest, das ganze !

frau mo hat gesagt…

ui! sehr sehr schön!